In der Nachrüstung von Nutzfahrzeugen mit Partikelfiltern ergeben sich an die angebotenen Systeme hohe Anforderungen: Sie müssen möglichst unkompliziert, einfach zu montieren, wartungsarm und preisgünstig sein und zudem einen hohen Wirkungsgrad haben. Wegen der hohen Anzahl der unterschiedlichsten Fahrzeuge im Markt und insbesondere der großen Bandbreite von möglichen Einsatzzwecken bzw. Betriebsweisen kann es indes die Universallösung nicht geben.
Eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des Filtersystems spielt auch die Abgastemperatur: Sie ist unter anderem von der Beladung des Fahrzeugs und dessen Betriebsweise abhängig. Fahrzeuge mit hoher Beladung und Betrieb auf Überland- oder Autobahnstrecken haben in der Regel höhere Abgastemperaturen als Fahrzeuge, die ohne Beladung überwiegend oder ausschließlich in der Stadt eingesetzt werden. Je höher die Abgastemperaturen sind, desto einfacher kann die Regeneration des im Filterelement angesammelten Rußes erfolgen.
Für diese unterschiedlichen Randbedingungen hat TWINTEC unterschiedliche Filtertechnologien im Programm
TWINTEC Rußfilterkat – Nebenstromfilter mit passiver Regeneration
TWINgreenpassive – Wandstromfilter mit passiver Regeneration
TWINgreenactive – Wandstromfilter mit aktiver Regeneration
Die nachfolgende Tabelle gibt eine grobe Orientierung, welches TWINTEC-Filtersystem sich für welche Fahrzeuggruppe und für welche Betriebsart eignet.
Die jeweilige Eignung und Verfügbarkeit sollte durch Rücksprache mit TWINTEC im Einzelfall geklärt werden.
| Fahrzeugart | über 70% Niedriglast- und / oder Niedrigdrehzahlbetrieb (u.a. Stadt / Baustelle) | bis 70% Niedriglast- und / oder Niedrigdrehzahlbetrieb (u.a. Stadt / Baustelle) |
| leichte Nutzfahrzeuge ≤ 3.5t zGG | 1) | ![]() ![]() |
| mittlere und schwere Nutzfahrzeuge > 3.5t zGG | 2) 1) | ![]() ![]() |
Für die Nachrüstung eines schweren Nutzfahrzeugs gibt es zusätzlich zur Mautersparnis nun noch mehr bares Geld vom Bund: Im Rahmen der Maut-Harmonisierung, die Unternehmen des Straßengüterverkehrs mit schweren Nutzfahrzeugen im europäischen Wettbewerb entlasten soll, sieht das sogenannte „De-minimis-Programm“ zur Förderung der Sicherheit und Umwelt Zuschüsse für die Nachrüstung eines Partikelfilters von bis zu 3.600 Euro pro Fahrzeug vor. Damit wurde der bisherige Förderhöchstbetrag von 2.000 Euro fast verdoppelt; die Förderrichtlinie vom 3. Februar 2009 wurde entsprechend geändert. Auch der Fördersatz je schwerem Nutzfahrzeug, aus dem sich der Förderhöchstbetrag für die Maßnahmen in einem Unternehmen ergibt, wurde von 600 auf 1.400 Euro angehoben. Abgewickelt werden die Fördermaßnahmen wie gehabt über das Bundesamt für Güterverkehr (BAG). Hier können die entsprechenden Anträge für die Förderung gestellt werden. Für eine Förderung im Jahr 2010 können die Anträge schon seit dem 1. November 2009 gestellt werden. Mit der Durchführung der Fördermaßnahme(n) darf indes erst nach Antragstellung, frühestens aber ab dem 1. Januar 2010 begonnen werden. Antragsfrist ist der 31. März 2010. Wer bis dahin keinen Antrag gestellt hat, verliert unwiderruflich die mögliche Förderung für 2010. Weitere Informationen gibt es auch über die BAG-Hotline: +49 (0)221 . 5776 2699. mehr
Die TWINTEC Technologie GmbH hat auch auf der diesjährigen IAA für Nutzfahrzeuge (25.09. – 02.10.2008) in Hannover ihre Kompetenz in der Nachrüstung von Nutzfahrzeugen mit Rußpartikelfiltern demonstriert. Ungefilterte Diesel-Fahrzeuge, insbesondere Lkw, sind eine wesentliche Quelle des verkehrsbedingten Feinstaubs in den Innenstädten und Ballungsgebieten. Untersuchungen haben ergeben, dass etwa die Hälfte der gesundheitsschädlichen Feinstaub-Emissionen im Straßenverkehr von Nutzfahrzeugen stammt.
Auf der IAA zeigte TWINTEC innovative Nachrüst-Systeme für leichte, mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge verschiedener Hersteller wie MAN und Mercedes-Benz. Auch die im vergangenen September auf der IAA für Pkw in Frankfurt von TWINTEC erstmals vorgestellte TWINblue®- Abgasnachbehandlungs- Technologie zur gleichzeitigen Reduzierung von Partikel- und Stickoxid-Emissionen präsentierte das Unternehmen in Hannover. TWINblue® vereint den bewährten TWINTEC-Rußfilterkat mit der SCR-Technologie. Mit SCR bezeichnet man die Technik der selektiven katalytischen Reduktion von Stickoxiden in Abgasen unter anderem von Verbrennungsmotoren. TWINTEC stellte in Hannover erstmals ein TWINblue®-Prototyp-System für schwere Nutzfahrzeuge aus: Das System für das MAN-Modell TGA umfasst neben den bewährten PM-Metalit-Modulen aus der Rußfilterkat-Nachrüstung die erforderlichen SCR-Katalysatormodule und das AdBlue®-Dosiersystem. Zudem wurde das Wirkungsprinzip der SCR-Technologie zum besseren Verständnis in animierter Form auf einem Monitor dargestellt.
Die Kompetenz von TWINTEC auch in der Nachrüstung von Nutzfahrzeugen mit Rußpartikelfiltern ist unbestritten: Im Juni 2007 war TWINTEC das erste Unternehmen, das eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für die Nachrüstung von Nutzfahrzeugen erhielt. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) erteilte dem Königswinterer Abgasspezialisten eine entsprechende Genehmigung. Schon wenige Monate später, im Dezember 2007, schloss TWINTEC mit der niederländischen MAN trucks & bus b.v. (MTB) einen Vertrag über die Lieferung von Systemen für den Einbau in MAN-Nutzfahrzeuge. Damit greifen mittlerweile elf namhafte Fahrzeughersteller für die Nachrüstung auf die Produkte von TWINTEC zurück, die den gefährlichen Feinstaub in den Abgasen von Dieselmotoren reduzieren. Im Jahr 2005 war TWINTEC schon das erste Unternehmen gewesen, das eine ABE für die Nachrüstung von Pkw erhielt.
Die Nachrüstung eines Nutzfahrzeugs mit einem Partikelminderungssystem bietet neben dem aktiven Beitrag für den Umweltschutz eine Menge Vorteile. So wurde im Dezember 2007 die „Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge", die sogenannte „Plakettenverordnung", dahingehend erweitert, dass auch nachgerüsteten Nutzfahrzeugen eine Feinstaubplakette zugeordnet werden kann. Mit der Verordnung wird die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen nach der Höhe ihrer Partikelemission durch Plaketten bundesweit einheitlich geregelt. Diese sind wichtig im Zusammenhang mit der Einfahrt in die Umweltzonen, die bereits in vielen deutschen Städten zur Verringerung der Feinstaubbelastungen eingerichtet worden sind: Nur mit einer Plakette gekennzeichnete Fahrzeuge dürfen die Umweltzonen befahren. Anders als bei den Pkw war für Nutzfahrzeuge bis dahin nicht festgelegt, welche Fahrzeuge in Verbindung mit einem nachträglich eingebauten Partikelminderungssystem die rote, gelbe oder grüne Umweltplakette erhalten.
Rüstet der Halter eines Nutzfahrzeugs nun einen TWINTEC-Rußpartikelfilter nach, erreicht er für sein Fahrzeug die Einstufung in eine bessere Schadstoffgruppe und erhält dementsprechend auch eine bessere Feinstaubplakette. So bekommt beispielsweise ein nachgerüstetes Euro-III-Nutzfahrzeug die grüne Plakette, was auf lange Sicht freie Fahrt in die Umweltzonen bedeutet. Außerdem wirkt man dem Wertverlust seines Fahrzeugs entgegen.
Bei den schweren Nutzfahrzeugen kann die Nachrüstung zudem bares Geld sparen helfen. Denn die vom Bundeskabinett zum 1. Januar 2009 beschlossene neue Mauthöheverordnung beinhaltet auch eine stärkere Spreizung der Mautsätze. Aus einem EURO-III-Lkw wird dann in Sachen Rußpartikel-Emissionen und Maut ein Euro-IV-Lkw, was pro Kilometer 2,1 Cent Maut spart. Die Nachrüstung eines Rußpartikelfilters amortisiert sich bei normalen Laufleistungen binnen gut eines Jahres. Auf die Einsparmöglichkeiten und die hohe Verfügbarkeit von Systemen für die Nachrüstung schwerer Nutzfahrzeuge machte TWINTEC im Herbst bei einer Veranstaltung in Berlin aufmerksam. Vor dem Gebäude der Bundespressekonferenz präsentierte das Unternehmen als Positiv-Beispiel einen nachgerüsteten MAN-Lkw des Typs TGA.